»Dass wir mitten in einer Krise stecken, wird nun überall verstanden ... Häuser wurden verloren, Arbeitsplätze abgebaut, Unternehmen geschlossen … Unsere Arbeiter sind nicht weniger produktiv als vor Beginn dieser Krise. Unsere Köpfe sind nicht weniger erfindungsreich, unsere Waren und Dienstleistungen werden nicht weniger gebraucht als vergangene Woche, im vergangenen Monat oder im vergangenen Jahr. Unsere Leistungskraft bleibt unverändert.«
(Barack Obama)
Komische Krise! Es wurde nicht zu wenig produziert, sondern zu viel: zu viele Fabriken, zu viele Häuser, zu viele Konsumartikel. Alle materiellen Reichtümer und Produktionsmittel sind in der Wirtschaftskrise unverändert vorhanden und dennoch herrscht Massenverelendung. Funktionsfähige Produktionsstätten und Maschinen werden stillgelegt, und wenn die Bevölkerung die Fabriken besetzt, um die Produktion aufrechtzuerhalten, wird sie von Polizei und Militär daran gehindert.
Überproduktion ist das Synonym für Wirtschaftskrise. Aber wieso kann Überproduktion überhaupt zum Problem werden? Wenn zu viel produziert worden wäre, könnte man es ja einfach liegen lassen oder entsorgen. Ärgerlich wäre nur, dass zu viel gearbeitet worden wäre, statt sich früher der wohlverdienten Freizeit zu widmen.